Der eBike Test – erste Eindrücke

Dank der Wien Energie hab ich die Möglichkeit die nächsten zwei Wochen ein eBike von KTM zu testen. Hier meine Eindrücke nach den ersten beiden Tagen.

Ich hab mich für das KTM eTrail entschieden. Dieses schätze ich, als Nicht-Radprofi, durch den Gepäcksträger eher als Citybike ein. Der Radhersteller bietet neben einem Rennbike und einem Crossbike noch einige andere Elektro-Modelle an.

Dies ist bereits das zweites eBike das ich testen darf. Mir viel dabei gleich positiv auf, dass sich die Unterstützung viel vorsichtiger dazu schaltet. Wenn ich also leicht in die Pedale trete, kommt nur wenig Unterstützung, wenn ich fest dagegen drücke, gibt er mehr Power. Das hat den angenehmen Effekt, dass man das Rad viel besser unter Kontrolle hat, besonders beim Wegfahren und auf rutschigem Gelände.

Etwas mühsam ist das lösen des Akkus wenn man das Rad abstellt. Nach dem dritten Mal herum plagen hab ichs jetzt allerdings verstanden und es sollte leichter gehen. Da wärs schön, wenn es noch eine intuitivere Lösung geben würde. Leider ist mir das Rad außerdem zu groß. Ich muss bei jeder Ampel vom Sattel absteigen, da ich mit den Füßen sonst nicht runter komm. Aber vielleicht gibt es da auch kleinere Rahmen oder Reifengrößen.

Sehr schade finde ich auch, dass das integrierte Licht von Anfang an leider nicht funktionierte. Ich habe aber immerhin von Easy Staff gleich eine Ersatz-Aufstecklicht bekommen. Danke dafür. Trotzdem mühsam, dass man da zum Radexperten fahren müsste, weil die Elektronik nicht funktioniert.

Ein großer Kritikpunkt ist das Gewicht. Das Rad ist unglaublich schwer. Man schleppt bei einem Radausflug auch ziemlich schweres Equipment, wie den Akku und das Ladegerät mit. Bei mir Zuhause liegt der Fahrradraum außerdem im Keller. Ich weiß nicht ob ich das Rad wirklich jeden Tag einen Stock hinauf und wieder hinunter schleppen würde.

Wobei ich schon bei der nächsten Anmerkung bin. Mein eigenes Rad war das zweitbilligste und hat nur ca. 300 Euro gekostet. Trotzdem mach ich mir Gedanken wo ich es abstelle und ob es dort sich ist. Mit einem deutlich teureren eBike ist dieses Problem gleich umso größer. Voller Angst dass es gestohlen werden könnte, hab ich es mit dem Lift ins Büro und mit sehr viel Schweiß in den ersten Stock in die Wohnung genommen. Oft gibt es aber keine Möglichkeit, das Rad in einen geschlossenen Raum zu stellen. Und da frag ich mich schon, will ich ein Fahrrad, dass ich mir nicht abstellen traue?

Meiner Meinung nach gibt es zwei Möglichkeiten mit einem eBike zu fahren. Als Unterstützung und als schnellerer Antrieb. Bei der ersten Variante verwendet man den vollen Elektroantrieb nur bei Gegenwind und starken Steigungen. Die schwächeren drei Stufen merkt man beim normalen Fahren eher wenig, da das Rad sehr schwer ist. Das fühlt sich dann wie normales Radfahren an, mit dem großen Bonus, dass beim nächsten Hügel kein Schieben mehr nötig ist.

Momentan kann ich aber kaum widerstehen, in der „zweiten Version“ zu fahren. Dabei verwende ich fast nur die volle Unterstützung und ziehe so bei jeder Ampel mit 25 km/h davon. Bei der vollen Stufe radelt man ohne viel Anstrengung mit dieser Geschwindigkeit dahin und ist somit schnell und unverschwitzt am Ziel. Genau 25 Stundenkilometer deshalb, weil dann der Motor aufhört weiter zu unterstützen. Logischerweise ist mit dieser Fahrweise der Akku viel schneller leer und der Trainingswert auch ein anderer, als wenn man selbst strampelt.

Abschließend: eBike fahren hat nicht nur seinen Preis bezüglich Ankauf, Sicherheit und Gewicht. Es macht auch unglaublich viel Spaß. Und es erleichtert das Vorankommen, egal ob in der Stadt oder bei Steigungen im Gelände.

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3 Gedanken zu „Der eBike Test – erste Eindrücke

  1. Carmen/Chamy sagt:

    Hab den Blog gefunden… hab ein gutes Gedächnis… :-)

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